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Leitfaden für das Mitarbeiterjahresgespräch

Im Mitarbeiterjahresgespräch bilanzieren Sie als Vorgesetzte/r mit dem Mitarbeiter/in die Zusammenarbeit im letzten Jahr. Sie überprüfen Arbeitsergebnisse, Arbeitszufriedenheit, Kommunikation und suchen gemeinsam nach Entwicklungspotentialen. Sie geben sich wechselseitig Feedback und bringen sich auf Stand.

Meine Empfehlung ist, dass Sie sich vor allem den Fragen widmen, für die sonst wenig Raum ist. Gehen Sie ruhig genau wie bei der kontinuierlichen Verbesserung vor – nehmen Sie sich Zeit, sehr gute Entwicklungen zu würdigen und auf ihre Wiederholbarkeit zu prüfen. Und schaffen Sie mit Hilfe einer offenen Fragetechnik eine Kultur der Idee und Verbesserungspotentiale. Bleiben Sie also nicht beim (Nicht)Erreichten stehen, sondern geben Sie im Mitarbeiterjahresgespräch Raum für die Ideen der Mitarbeiter*innen. Ganz im Sinne eines P – D – C – A.

Einen Musterfrage-Bogen finden Sie in der QM-Tool-Box.

Inhalte des Gespräches können sein:

  • Rückblick auf die Zusammenarbeit im letzten Jahr
  • Überprüfen der Erreichung von zurückliegenden Vereinbarungen
  • Arbeitszufriedenheit und Motivation
  • Feedback zur Zusammenarbeit mit Vorgesetzten und Kolleg*innen
  • Feststellung von Änderungsbedarf in Arbeitsabläufen
  • Entwicklungsperspektiven für den Mitarbeiter*in, Planung von Weiterbildung

 

Das Mitarbeiterjahresgespräch ist mehr als ein Beurteilungsgespräch. Es dient der Suche nach Potentialen und Ideen für Weiterentwicklung. Vorgesetzte/r und Mitarbeiter/in geben sich Feedback und vereinbaren miteinander Ziele und Aufgaben für das nächste Jahr. Am Anfang des Gespräches wird geprüft, welche Ziele vereinbart waren? Beide Gesprächspartner bereiten ihre Ergebnisse vor, was erreicht wurde und was noch offen ist. Daraus entsteht wieder eine neue Vereinbarung.

 

Häufigkeit und Rahmen des Mitarbeiterjahresgespräches

Das Mitarbeiterjahresgespräch wird jährlich einmal durchgeführt. Die Führungskraft lädt ca. 14 Tage vor dem Termin ein. Mit der Einladung erhält der Mitarbeiter*in eine im Unternehmen eingeführte Gesprächs-Checkliste zur Vorbereitung. Die Führungskraft kann der Mitarbeiter*in die Kopie der Dokumentation des letzten Gespräches noch einmal übersenden oder daran erinnern, dieses mitzubringen.

Es ist ein Vier-Augen-Gespräch, das an einem ungestörten Ort stattfinden soll. Es wird von beiden Gesprächspartnern vertraulich behandelt. Das Mitarbeiterjahresgespräch kann nur durch aktive Mitwirkung beider Gesprächspartner erreicht werden.

 

Verbindlichkeit des Mitarbeiterjahresgespräches

Im Mitarbeiterjahresgespräch empfehle ich, den Fokus auf einige zentrale Punkte zu lenken. Man muss nicht alle Themen durcharbeiten. Haben sich beide Gesprächspartner auf einige wichtige Themen verständigt, die für das nächste Jahr eine besondere Rolle spielen sollen, dann werden für diese Ideen und Verbesserungspotentiale identifiziert und als Ergebnisse bzw. Vereinbarungen des Mitarbeiterjahresgespräches dokumentiert. Der Einfachheit halber kann dieses auf der Vorbereitungs-Checkliste geschehen. Damit wird diese zum Dokumentationsbogen. Das dort notierte gilt als vereinbart und wird im Verlaufe des Gespräches auch als Vereinbarung erkennbar gemacht. Beide Gesprächspartner können diese Vereinbarungen auch unterzeichnen. Für die Verbindlichkeit der Gesprächsführung sorgt die Führungskraft.

Beide Gesprächsteilnehmer erhalten eine Ausfertigung der Dokumentation. Sie wird vom Vorgesetzten bis zum nächsten Mitarbeitergespräch aufbewahrt. Offene Punkte fließen in das nächste Gespräch automatisch mit ein. So entsteht ein kleiner kontinuierlicher Verbesserungsprozess, bei dem Führungskraft und Mitarbeiter*in in gleichem Maße beteiligt sind und ihre Ideen einbringen.

Wer mehr dazu erfahren, ausprobieren und für sich und seine Organisation haben möchte, die nächsten beiden (Q)Management-Werktstätten in Weimar beschäftigen sich genau mit diesen beiden Themenstellungen.

https://rica-braune.de/veranstaltungen/

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Managementsysteme Organisationsberatung Qualitätsmanagement

Förderprogramm unternehmensWert:Mensch – Sprechen Sie mich gerne darauf an!

Dieses Programm bietet für Klein- und mittelständische Unternehmen seit 2012 eine relativ unkomplizierte Möglichkeit, geförderte Beratung in Anspruch zu nehmen.

Ich bin als Prozessberaterin für alle vier Handlungsfelder akkreditiert und freue mich, wenn Ihr Anliegen in das Programm passt und Sie Kontakt zu mir aufnehmen.  

​Welche Themen für eine Beratung sind möglich?

Personalentwicklung, Organisationsentwicklung, Digitalisierung, Veränderungsmanagement, Prozessmanagement, Wissensmanagement oder auch die Einführung von systematischen Qualitätsmanagementstrukturen. Zusätzlich zur reinen Prozessberatung sind auch Einzelmaßnahmen wir Führungskräfte-Trainings, Weiterbildung oder Coaching möglich.

Was wird gefördert?

Insgesamt können bis zu 10 Beratungstage gefördert werden, der Europäische Sozialfonds und das Bundesministerium für Arbeit übernehmen dabei zwischen 50% und 80% der Beratungskosten, je nach Bundesland und Größe Ihres Unternehmens. Das Programm endet am 30.6.2021.

Wegen der Kontaktbeschränkungen kann die sonst persönlich vor Ort stattfindende Beratung derzeit auch digital durchgeführt werden.

 

Wer wird gefördert?

Ob Ihr Unternehmen und Ihr Anliegen förderfähig sind, finden wir gemeinsam in einem ersten Telefonat/Treffen heraus. Danach nehmen Sie Kontakt zu Ihrer Erstberatungsstelle auf. Gerne begleite ich Sie zum Erstberatungsgespräch.

 

Hier eine Übersicht, welche Beratungsthemen ich anbiete, die mit den Zielen und Handlungsfeldern des Programms übereinstimmen:

Personalführung und Personalentwicklung:

  • Führung / Führungskompetenzen / Führungskultur /
  • Kommunikation / Partizipation / Motivation
  • Arbeitsorganisation / Arbeitszeit

Chancengleichheit & Diversity:

  • Potenziale im Unternehmen sichten
  • Die eigene Belegschaft einbinden
  • Entwicklungschancen für die gesamte Belegschaft anbieten – unabhängig von Alter, Geschlecht, familiärem oder kulturellem Hintergrund.

Aktive Wissens- und Kompetenzentwicklung:

  • Qualitätssichernde Strukturen
  • Lebenslanges Lernen
  • Wissenstransfer

Gesundheit: 

  • Gesunde Personalentwicklung
  • Angebote zur Förderung der physischen und psychischen Gesundheit für Ihre Beschäftigten
  • Sensibilisierung für einen gesunden Arbeitsalltag

Nehmen Sie gerne mit mir Kontakt auf. Ich freue mich auf unseren Austausch.
kontakt@rica-braune.de

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Managementsysteme Organisationsberatung Qualitätsmanagement

Interne Audits und Managementbewertung als Führungsinstrument nutzen

Sie betreiben seit Jahren ein Qualitätsmanagementsystem? Es kostet Sie (immer noch) einiges an Anstrengung, alle Mitarbeiter*innen einzubeziehen? Es gibt irgendwie nach wie vor die „alte“ Gewohnheit, dass kurz vor dem externen Audit alle nervös werden, Dokumente aktualisieren und viel Zeit damit verbringen, Formulare zu erneuern? Dann kommt das Audit, die Auditor*innen geben Ihnen und Ihren Mitarbeiter*innen viele wertvolle Denkanstöße und auch viel positive Rückmeldung – und dennoch haben Sie das Gefühl, geschafft zu sein, es geschafft zu haben, sind alle erschöpft und Mitarbeiter*innen legen das „QMH“ wieder zur Seite? …

So oder ähnlich höre ich das immer wieder.

Dabei stellt sich die Frage, wie können Sie als Leitung oder als QMB Verunsicherungen bei den Kollegen nehmen, Stress ebenso?! Bekanntlich lähmt Stress unsere Fähigkeit kreativ zu Denken und zu Handeln.

Mein Vorschlag für Ihre internen Audits:

  • Betrachten Sie in Zukunft Audits (interne wie externe) und Ihre Managementbewertung viel mehr als Entwicklungsziele, nicht mehr als reine Leistungszielstellung, die man abhakt/geschafft hat.
  • Binden Sie Ihre Mitarbeiter*innen möglichst ganzjährig – also immer – ins (Q)Management ein, denn das (Q)M ist ja die normale Arbeit und nichts extra’s
  • Analysieren Sie mit Ihren Leitungen und Ihren Mitarbeiter*innen die „Q)Management-Kultur“, z.B. mit dem mitgelieferten Fragebogen. Und diskutieren Sie die Erkenntnisse
  • Geben Sie Sicherheit und damit Handlungsfähigkeit. Nutzen Sie in Ihrem Alltag, bei der Arbeit Ihr (Q)Management als Leitplanken, als Verständnis- und Verstehensgrundlage und damit sozusagen als „sicheren Hafen“
  • Binden Sie so viele Mitarbeiter*innen als möglich in interne Audits ein. Kreieren Sie interne Audits zu einem Ort des Austausches über die Arbeit, über Probleme und Stolpersteine, über Chancen und Risiken. Sprechen Sie in internen Audits darüber, wo der Schuh drückt und sammeln Sie Ideen und Lösungsansätze, anstatt dass Sie Checklisten abhaken.
  • Schulen Sie Ihre internen Auditor*innen im „audire“ = zuhören. Im Beobachten, Reflektieren, Fragen stellen und Feedback geben.
  • Sie werden sehen, dass die Kolleginnen und Kollegen Auditierte gerne und offen über ihre Arbeit sprechen, wie sie Prozesse angehen, wie sie Ziele verfolgen, an Qualität dran sind und sich viele gute Gedanken machen, wie man Fehler möglichst gar nicht erst macht.

 

Mein Vorschlag für Ihre Managementbewertung:

  • Formulieren Sie Ziele und Strategien und arbeiten Sie das ganze Jahr konsequent und mit nachvollziehbaren Schritten an deren Umsetzung. Binden Sie dabei mittlere Leitungsebene und auch Mitarbeiter*innen ein.
  • Nutzen Sie auch unterjährig Feedback-Instrumente, seien Sie offen für Rückmeldung und nutzen Sie die Managementbewertung einmal im Jahr als Chance für eine Selbstreflektion und Selbstbewertung.
  • Gehen Sie systematisch vor und bauen Sie die Schritte und Instrumente logisch und zeitlich aufeinander auf: Managementbewertung des letzten Jahres –> Ziele für das kommende Jahr –> Maßnahmeplanung für die Umsetzung der Ziele –> Beteiligung der Mitarbeiter bei den Zielen und deren Umsetzung –> Check-Up der Zielerreichung –> Feedback aus den internen Audits –> Managementbericht –> Managementbewertung -> u.s.w. im nächsten Jahr

Führungskräfte können mit ihrer Haltung den Unterschied machen. Die ISO 9004, ein Leitfaden zur erfolgreichen Führung eines Managementsystems gibt hier zentrale Impulse:

  • Suchen Sie mit Ihren Mitarbeitern nach innovativen Ideen und Verbesserungspotentialen, und nicht nach Schuldigen.
  • Schaffen Sie Ressourcen und Räume, damit sich loyale und engagierte Mitarbeiter*innen entfalten und einbringen können.
  • Geben Sie Ihren Mitarbeiter*innen die Chance, Leistungshemmnisse zu identifizieren und sich für die Problemlösung stark zu machen.
  • Ermöglichen Sie Ihren Mitarbeiter*innen, ihre eigene Leistung in Bezug zu den unternehmerischen Zielen zu setzen und ihr Wissen und ihre Erfahrungen in eine funktionierende Teamarbeit einzubringen.
  • Passen Sie Ihre Personalentwicklung an die Strategie des Unternehmens und an die Fähigkeiten Ihrer Mitarbeiter*innen an

Wer mehr dazu erfahren, ausprobieren und für sich und seine Organisation haben möchte, die nächsten beiden (Q)Management-Werktstätten in Weimar beschäftigen sich genau mit diesen beiden Themenstellungen.

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Agile Organisation Führungskompetenz Managementsysteme Organisationsberatung Qualitätsmanagement Seminare Termine

(Q)Managementwerkstatt für Soziale Organisationen

Als sozialer Dienstleister ein QM-System zu betreiben, ist eine besondere Herausforderung. Wenn Mitarbeiter*innen das QM nicht als etwas Sinnvolles und Sinnstiftendes begreifen, ist es schwer, das System aufrechtzuerhalten. Vor allen Dingen, wenn das Qualitätsmanagement nicht vordringlich aus einer eigenen Motivation aufgebaut wurde, sondern in erster Linie, um das notwendige Zertifikat vorweisen zu können.

Führungskräfte und Qualitätsbeauftragte stehen in diesem Zusammenhang vor zwei großen Herausforderungen. Sie müssen nicht nur das Qualitätsmanagement so steuern, dass es dazu beiträgt, Arbeitsabläufe zu verbessern und Qualität zu steigern. Sie müssen darüber hinaus auch sicherstellen, dass die Mitarbeiter*innen eine positive Haltung zum QM haben und behalten.

Beides ist nur umsetzbar, wenn Führungskräfte und QMBs bzw. QM-Fachpersonal die Idee eines ganzheitlichen Qualitätsmanagements verstanden und verinnerlicht haben, über ausreichend Methoden und Werkzeuge verfügen, um das QM sinnvoll und stimmig umsetzen zu können und darüber hinaus ihre eigene Haltung gegenüber dem Thema Qualitätsmanagement geklärt haben. Unser Angebot für Führungskräfte und QMBs in sozialen Einrichtungen unterstützt Sie passgenau bei Ihren Aufgaben. Sie profitieren von unserer langjährigen Erfahrung in der Zusammenarbeit mit sozialen Organisationen.

Rica Braune – Nachhaltige Organisationsentwicklung und Ursula Wienken – MQ GmbH – haben dafür ein Paket mit insgesamt 6 Themen gepackt. Die Angebote finden alle im sogenannten Werkstattformat statt. Sie können Werkzeuge und Instrumente ausprobieren, für die eigene Arbeit anpassen oder sich mit anderen Führungskräften oder QMBs zu Best-Practise-Ideen austauschen. Mit Theorie beschäftigen Sie sich nur dann, wenn es für das Verständnis der Werkzeuge notwendig ist. Wir sorgen mit Ihnen gemeinsam dafür, dass die Workshops für Sie nachhaltig sind, indem wir bei jedem Workshop reflektieren, wie die Umsetzung in Ihrem Unternehmen realisiert werden kann.

Haben Sie vor, nach oder zwischen den Workshops ganz konkrete Fragen bieten wir Ihnen einen Online-Support in Form von Zoom-Konferenzen. Sie können uns auch in Anspruch nehmen, um den Praxistransfer des Gelernten in Ihre Organisation zu reflektieren.

Unsere Angebote finden in Weimar ab August 2020 statt. Sollten Sie genügend Interessent*innen finden, kommen wir gerne mit unserem Angebot auch in Ihre Nähe.

Hier ein kleiner Überblick über die aktuellen Werkstatt-Themen – wie immer klicken für mehr Infos.

Besser Auditieren – Auditnutzen erhöhen – für alle, die mehr wollen als ja- oder nein-Antworten im Audit. Agile Methoden für den Führungsalltag – beschäftigen Sie sich entspannt mit alltagstauglichen Methoden aus der agilen Welt.
Interne Audits und Managementbewertung als Führungsinstrument nutzen – nutzen Sie die beiden Instrumente nachhaltig. Mitarbeitersuche und Mitarbeiterauswahl – Einarbeitung neuer Mitarbeiter*innen – setzen Sie sich konstruktiv mit Ihren Instrumenten zur Personalentwicklung auseinander.
Ich bin QMB – und jetzt – die Antwort auf diese Frage finden Sie gemeinsam mit anderen Betroffenen ???? Personalentwicklung für soziale Organisationen – erarbeiten Sie Ihre Strategie für den Umgang mit dem demographischen Wandel und dem Fachkräftemangel.

Die QM-Sprechstunde können Sie übrigens auch ohne Werkstatt buchen – bei Interesse einfach mal auf unserer Beratungsseite vorbeischauen.

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Managementsysteme Online-Format Qualitätsmanagement

Remote Audits – Ein besonderes Format für besondere Zeiten oder was für länger ?!

Grundsätzlich gibt es die Möglichkeit für Remote-Audits ja schon länger. Angewendet werden konnte diese „Fernwartungs-Methode“ z.B. bei Unternehmen mit vielen Standorten, die durch ein identisches Managementsystem geführt werden. So richtig durchgesetzt hat sich dieses Format aber erst durch die Corona-Pandemie und die einzuhaltenden Kontaktbeschränkungen.

Ehrlich gesagt, auch ich hatte mich vor der Pandemie nicht an diese Möglichkeit herangetraut, mich nicht wirklich mit der Technik auseinandergesetzt, hatte nur vage Vorstellungen, wie ich aus der „Ferne“ als Auditorin das Gespräch aufbaue und was man so alles einsehen kann und wie. Und dann kam Corona, meine Zert-Stelle war sehr vorausschauend, schulte uns Auditoren sehr kontinuierlich zum Remote-Modus und so saß ich bereits am 1.4.2020 in einer ReZert, komplett im Remote-Modus. Und es ging ! Sogar sehr gut.

Meine Erfahrung der letzten Monate – nach vielen Video-Life-Konferenzen, internen und externen Audits, Q-Gruppen-Meetings und strategischen Management-Konferenzen, Leitungskonferenzen, u.a.m. – dass die Gesprächsführung fokussiert, effizient und vor allem enorm ergebnisorientiert ist. Ich will also mit diesem Blog ermuntern, Mut machen, einladen zum Schritt in Richtung Online, Remote.

Viele Zertifizierungsgesellschaften haben im Interesse ihrer Kunden und unter Einhaltung der Vorgaben der DAkkS Remote Audits anstelle oder in Ergänzung des On-Site-Audits zugelassen. So konnten Termine und Zertifikatslaufzeiten eingehalten werden. Da Mitarbeiter*innen in das Audit ganz unkompliziert auch aus dem Home-Office einbezogen werden können, Prozesse, das Managementsystem, kontinuierliche Verbesserung, u.v.a.m. vertieft auditiert werden können, spricht m.E. nichts dagegen, auch in der Zukunft häufiger auf diese Technik im „Fernwartungsmodus“ umzustellen. Besonders bei internen Audits kann ich mir das sehr gut vorstellen.

Sie sollten dafür einiges beachten und sicherstellen:

  • Ihr Auditprogramm muss entsprechend angepasst sein und entsprechend den Vorgaben der 19011 die On-Site und Online-Formate im Umfang aufeinander abstimmen. Am besten sprechen Sie mit Ihrer Zertifizierungsstelle, welchen Umfang an internen Audits diese im Remote-Modus anerkennt.
  • Die Videotechnik sollte allen Beteiligten vorher gezeigt werden, so dass niemand sich überrumpelt oder überrannt fühlt. „Aber bei mir geht es“ ist keine gute Kommunikationskultur. Am besten, einen Probetermin mit dem IT-Techniker vorschalten, damit alle die Technik schon einmal ausprobiert haben.
  • Die konkrete Auditplanung braucht weit mehr an Vorbereitung und vorheriger Abstimmung. Besprechen Sie mit Ihren Auditierten die Themen, deren Schwerpunkte und Fragen rund ums Qualitätsmanagement, am besten ausführlich vorab.
  • Generieren Sie einen Auditplan/-ablauf, der allen Auditierten vorab bekannt ist.
  • Wählen Sie wie in den gewohnten Präsenzformaten gut strukturierte Abläufe, stellen Sie offene Fragen, lassen Sie sich Dokumente zeigen, Vorgänge schildern.
  • Zeigen Sie z.B. durch Zwischenfeedbacks wie Bildschirm teilen oder Foto von Ihrem Monitor, was Sie bereits mitgeschrieben haben. Geben Sie mehr als sonst erkennbar Feedback.
  • Schreiben Sie auf Ihrer Tastatur leise, oder stellen Sie während des Tippens das Mikro aus. Die Auditierten werden es Ihnen danken, denn mancher energischer Schreibstil hört sich über die Lautsprecher sehr laut an.
  • Suchen Sie in Ruhe die System-Technik aus. Möglichkeiten für datensichere und komfortable Remote-/Websessions gibt es inzwischen sehr viele. Die im klassischen Erwachsenenbildungsgeschäft gerne verwendeten Tools wie Zoom oder BigBlueButtom sind zwar mit den besten Beteiligungsmethoden ausgestattet, sollten aber aufgrund ihrer ServerHosts im Audit nicht uneingeschränkt verwendet werden. Gute Module gibt es bei Cisco webex, TeamLink, GotoMeeting, Circuit Web Client oder auch Microsoft Teams, was bei tieferer Kenntnis auch einiges kann. Wichtig ist, dass die Verbindung stabil ist, dass Sie als QMB die Systeme/Technik beherrschen und die Mitarbeiter*innen an den Standorten oder im Home-Office die IT-Technik haben, die gesicherte und datenschutzrechtlich konforme Systeme erfordern.
  • Am wichtigsten ist, dass Sie klare Auditziele und den Auditumfang vereinbaren.

 

Wenn Sie für Ihre internen Audits externe Berater oder Auditoren einsetzen, können Sie den Nutzen von Audits sogar noch besser gestalten. Und dass ohne extra Fahrtkosten, das verbessert den Input und schont zudem die Umwelt.

Aus diesem Grunde habe ich mein QMB Fachforum gegründet. Ein Online-Format, dass einen regelmäßigen Erfahrungsaustausch für (Q)Management-Beauftragte ermöglicht. Anstelle von Präsenz-Workshops findet in regelmäßigen Abständen ein Erfahrungsaustausch für Leitungen und QMBs statt. 90 Minuten, ganz ohne Reisezeit. Sie können vom Arbeitsplatz oder vom Home-Office aus teilnehmen.

Wenn Sie Ihr QM-System auf dem Laufenden halten wollen, Wissenstransfer, Erfahrungsaustausch in Sachen QM eine Herzensangelegenheit ist, dann schauen Sie bitte immer auf den Terminplan:

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Führungskräftetraining

Werkstatt: Führungskompetenz Lobbying für soziale Organisationen

In diesem sehr interessanten Führungskräftetraining geht um die Frage: Wie mache ich Lobbyarbeit für die eigene Einrichtung?

Soziale Organisationen arbeiten für das Gemeinwohl. Das können sie jedoch nur, wenn sie auch öffentlich wahrgenommen werden. Auf die Aufgabe, als sozialer Dienstleister in den Blick der Entscheider zu geraten und zu bleiben, konzentriert sich dieser Aufbaukurs, der exklusiv auf die Absolvent*innen des Kompetenztrainings „Führung“ zugeschnitten ist.

Inhalte:

Wie wecke ich als leitender Mitarbeiter Interesse für die Belange meiner Einrichtung?

Wie gelingt es mir, dass Kompetenzen und sozialpädagogische Erfolge des Unternehmens wahrgenommen werden?

Wie kann ich meine Vorhaben in geeigneter Form zum richtigen Zeitpunkt so vorstellen, dass Entscheider aus Politik und Verwaltung wirklich erreicht werden?

Der Aufbaukurs wendet sich an die Absolvent*innen des Kompetenztrainings „Führung“, Ziele sind Wiederauffrischung und Vertiefung. Methodisch findet eine Mischung aus Input, Wiederholung, Einzel- und Gruppenarbeit und moderierte Fallarbeit statt. Dazu arbeiten wir an Materialien wie Konzepte, Reden, Medien-Beiträge und Vorträge.

Am 1. Seminartag werden wir einen gemeinsamen Abend verbringen und Weimar kennenlernen!

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Allgemein Führungskompetenz Managementsysteme Organisationsberatung Qualitätsmanagement

Er ist da – der Newsletter

Frisch aus der Kooperationswerkstatt startet der lang ersehnte und immer wieder erdachte Newsletter. Einmal im Monat bringen Ursula Wienken und ich einen Newsletter rund um alle Themen aus dem QM heraus. Wissenswertes, Methoden, Hintergründe aus der Audit- und Beratungspraxis. Ein Muss für alle, die ihr Qualitätsmanagementsystem gerne führen und sich fachlich hochwertigen Input gönnen wollen.

Melden Sie sich hier für den Newsletter an

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Allgemein Managementsysteme Qualitätsmanagement

Mitglied in der DGQ

Heute kam nun endlich das Begrüßungspaket. Ich freue mich, nun endlich Mitglied in der DGQ – Deutschen Gesellschaft für Qualität – zu sein. Es wartet ein spannendes Netzwerk und Regionalgruppen in Erfurt und Jena; sehr interessante und Weiterbildungen und verschiedene Fachgruppe. Ich werde mich wohl für die Fachgruppe „QM und Organisationsentwicklung“ anmelden. Denn „Nichts ist so stetig wie die Veränderung“.

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Allgemein Innovation Online-Format Seminare

Geht nicht – gilt nicht !

Im Online-Training von der ABB mit Marion Kellner-Lewandowsky erarbeiten wir 47 fantastische Methoden, wie man auch Online wunderbar Inhalte und Konzepte an Teilnehmende vermitteln kann. Lernen, Austauschen, Reflektieren, Entdecken, Haltung und Einstellungen entwickeln – das ist alles auch im Online-Modus möglich.

Ich habe mir überlegt, meine Angebote zukünftig konsequent um Online-Formate zu ergänzen. Die Videotechnik steht und meine Website wird gerade umgebaut. Die Kunden können in der Zukunft Themen und Fragen rund ums Qualitätsmanagement, um Führungsthemen auch online loswerden und neben den gewohnten Präsenzformaten werde ich auch weiterhin online coachen, beraten und trainieren.

Wie immer – und dank des wunderbaren Seminars der ABB – auch online agil, strukturiert, lebendig und individuell.

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Allgemein

Ein Blick hinter die Kulissen

Vor einigen Wochen habe ich fast alle meine Seminar- und Beratungsangebote auf Online-„Fernwartung“ umgestellt.

Webinare und Onlineberatung zur Aufrechterhaltung oder sogar Weiterentwicklung der Managementprozesse bzw. des QM-Systems funktionieren sehr gut von Rechner zu Rechner. Heute stand der nächste Q-Zirkel auf dem Programm, es ging um den Prozess „Einarbeitung neuer Mitarbeiterinnen“.

Ich bin sicher, dass ich solche Formate im Angebot behalten werde, wenn wir die Corona-Krise überwunden haben. Es zeigt sich in der täglichen Praxis, dass die Online-„Fernwartung“ auch Vorteile mitbringt, die sich mit denen der direkten Arbeit vis à vis sehr gut verknüpfen.

Inzwischen nutze ich die Zeit und bringe mich auf diesem Gebiet auf den allerneuesten Stand. In der kommenden Woche beispielsweise werde ich eine Online-Methoden-Weiterbildung bei abb-seminare in Pößneck besuchen. Neue Herausforderungen und neue Methoden machen mich einfach fürchterlich neugierig!